1854 wird der Gottesacker an der Kirche geschlossen. Der bisherige „äußere“ Friedhof wird von nun an der Einzige für die Gemeinden Schönefeld und Volkmarsdort,
Neuschönefeld und Abtnaundorf. Er wird schrittweise in östlicher Richtung erweitert und seit 1856 von einer Umfassungsmauer umgeben. Eine neue Friedhofskapelle wird erbaut, nicht an der alten Stelle am Friedhofseingang, sondern fast 100 Meter weiter östlich, mehr im Innern des Friedhofs. Der ansehnliche Bau mit Elementen der aus England stammenden Tudor-Gotik ist ein Werk des noch jungen Architekten Constantin Lipsius, der später (1883) auch die Pyramide südlich der
Schönefelder Kirche und die Familienkapelle („Mausoleum“) der Familie Frege
geschaffen hat (1889-1891).

1857 am 27. Juli, werden der erweiterte Gottesacker und die Kapelle durch Pfarrer Gottfried Friedrich Volbeding feierlich geweiht.

1862 steht der Gemeinde ein zweites Schulgebäude zur Verfügung. Es steht an der Hauptstraße des Dorfes in der Nähe der Kirche dort, wo rund 40 Jahre später das Rathaus der Gemeinde Schönefeld erbaut werden wird.

1884 wird der alte Friedhof um die Kirche – 30 Jahre nach der letzten Bestattung – entwidmet und in eine Grünanlage umgestaltet.
Die stark steigende Einwohnerzahl von Schönefeld verursacht einen immer größeren
Bedarf an Schulräumen. Für den Bau von Schulgebäuden bieten sich diejenigen Teile des äußeren Friedhofs an, wo die Bestattungen schon sehr lange zurückliegen und die durch die Völkerschlacht verwüstet gewesen waren. Die Flächen der ältesten Abteilungen des Friedhofs I, II und III werden entwidmet und für den Bau der kommunalen Schulen zur Verfügung gestellt.

1878 wird das Gebäude I der Schule bezogen (später 22. Volksschule, 22. Grundschule, Polytechnische Oberschule „Maxim Gorki“, demnächst Goethe-Gymnasium, Gorkistr. 25). Die älteren Schulgebäude in der Nähe der Kirche werden nicht mehr gebraucht.

1893, also nur 15 Jahre später, ist eine Erweiterung notwendig in Form der „Hofschule“, einem Anbau rechtwinklig zum Gebäude I, ebenfalls auf dem ehemaligen Friedhof.
1897 wird die Totenhalle im östlichen Teil des Friedhofs erbaut (jetzt Wirtschafts-gebäude).
1899 wird die „gelbe Schule“ nördlich des Zugangs zum Friedhof fertiggestellt (Teil der 22. Volksschule, später zeitweise 122. POS, dann zeitweise Sitz kommunaler Behörden und Leerstand, Gorkistr. 15).

Durch den Bau der Schulgebäude auf die ehemaligen Friedhofsflächen beiderseits des damals noch einzigen Eingangs wird der Zugangsbereich zu dem schmalen Korridor eingeengt, der jetzt in einer moderneren Form überbrückt werden soll.
Das Nebeneinander von Friedhof und Schulen ist in Schönefeld schon alt; es besteht von Anfang an. Damit verbunden sind die Probleme, die Nachbarschaftsverhältnisse so üblicherweise mit sich bringen. Klagen, dass der Friedhofsbetrieb den Schulunterricht nachhaltig gestört hätte, sind nicht überliefert. Eher schon umgekehrt, dass Friedhofsbesucher sich von dem Lärm der Schulen – vor allem der Schulhöfe – beeinträchtigt fühlten. Mit dem Bau der Brücke von Schulgebäude zu Schulgebäude, über den Eingangsbereich des Friedhofs hinweg, wird ein neues Kapitel der Nachbarschaft begonnen.

Archivgruppe, G. Hönemann

Herrnhuter Losungen

Dienstag, 23. April 2019
Der HERR wird seinem Volk Recht schaffen, und über seine Knechte wird er sich erbarmen.
Jesus spricht: Ich sage euch: Gott wird seinen Auserwählten Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, wird er dann Glauben finden auf Erden?

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