Ende Juli sind zehn Leute aus unserer Gemeinde + zwei Kinder und zehn Leute aus unserer Partnergemeinde in Osnabrück für eine Woche nach Lettland zu unserer Partnergemeinde in Limbaži gefahren, 1000 km (Luftlinie) entfernt. Warum tun die das ?

1. Antwort: Das machen wir schon seit Jahren so.

2. Antwort: Es ist schön dort, die Leute sind nett, das Essen ist gut.

3. Antwort: Es gibt einige Leute aus Osnabrück, Leipzig und Limbaži, die sich kennen und auf ein Wiedersehen freuen, wie bei einem Familientreffen; Neuigkeiten werden ausgetauscht. In Limbaži gibt es z.B. einen neuen Pfarrer: Roman Kurpnieks. Ich war vor 14 Jahren zuletzt in Limbaži, da hat sich schon einiges verändert. Es gibt große Supermärkte, die gleichen Autos wie bei uns, sehr gute Tourismusbüros mit kostenlosem Internet. Das Gemeindehaus, an dem wir mitgebaut haben, ist nun schon lange fertig und sehr hübsch dazu. Anderes ist geblieben: Das Internat in Lādezers, wo wir untergebracht waren, ist immer noch schön und gemütlich; Taiga und Dace sind auch noch da.

Ingrida hatte für uns ein interessantes Besichtigungsprogramm zusammengestellt. Wir haben einen Führungsbunker in Ligatne besichtigt und auf dem Stadtfest in Limbaži die vielen Volkstänze aller Altersstufen bewundert. Wir waren bei hochsommerlichem Wetter (36°C !) am Strand und in der badewannenwarmen Ostsee, haben die neugebaute, noch nicht eröffnete Staatsbibliothek in Riga sowie ein Riesenschloss in Rundale besichtigt (das Versailles des Baltikums) und noch so einiges andere.

Im Gottesdienst (prägendstes Erlebnis: Weihrauch) und bei einem Gemeindeabend sind wir mit einigen aus der Gemeinde zusammengekommen, auch auf den Ausflügen waren ein paar dabei, auch oft der Pfarrer.

Es war also schön. Aber – es könnte noch besser werden ! Die Partnerschaft besteht nun schon 22 Jahre und hat sich verändert: Inzwischen steht die materielle Hilfe nicht mehr im Vordergrund. Aber es könnte immer noch sehr bereichernd sein, sich auf Augenhöhe auszutauschen. Wir würden gerne mehr über das Gemeindeleben und das Leben in Limbaži erfahren, vielleicht eine gemeinsame Bibelarbeit oder eine Diskussion zu einem bestimmten Thema ansetzen.

Am 10. Oktober 2014 fand unser Nachtreffen mit Fotos angucken statt und wir haben darüber nachgedacht, wie es mit der Partnerschaft weiter gehen könnte. Und natürlich gab es auch Piroggen dazu.