Der Bau der Kirche begann etwa im 13. Jahrhundert. Die Sage berichtet, dass zu Ausgang des 12. Jahrhunderts in Mockau eine Frau lebte, die wegen ihrer guten Werke von den Leuten geschätzt wurde. Um der Allgemeinheit zu dienen, beschloss sie, eine Kirche zu bauen. Sie selbst soll viele große Feldsteine für den Bau zusammengetragen haben.

Die Funktion der Kirche damals ist ungewiss. Vielleicht diente sie als Kapelle an einer Furt über die Parthe, die an der Straße zu der damals bedeutenden Handelsstadt Taucha lag. Für eine eigene Kirche war Mockau eigentlich zu klein, und als Wehrkirche war die Kirche von Hohen Thekla, die auf einem Berg un nur 1 km entfernt liegt, viel besser geeignet. 

Thekla war die Muttergemeinde von Mockau. Erst 1901 wurde hier eine eigene Parochie begründet. Große Bedeutung hatte die kleine schmucklose Kirche, die zum Bistum Naumburg gehörte, jedenfalls nicht.

Gegen Ende des Jahres 1541 wurde hier der erste evangelische Gottesdienst gefeiert. Bei einem Umbau, der 1787 erfolgen sollte, wurden Sakristei und Logen angebaut. 

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 Am 15. August 1841 wurde die Kirche nach einer 1000 Taler teuren Renovierung wieder eingeweiht. Zu diesem Zeitpunkt hatte es an dem Gotteshaus bereits einige bauliche Veränderungen gegeben.

Der Eingang, der sich vorher an der Nordwand befand, war auf die Turmseite verlegt worden. In die Altarwand hatte man zwei Türen durchgebrochen. Die Emporen, das Gestühl und die Kanzel mit der Verzierung im Empirestil waren eingebaut worden.

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Eine weitere umfangreiche Umgestaltung fand im Jahre 1897 ihren Abschluss. Die Rundbogenfenster im Chorraum wurden geschlossen und dafür die heutigen Rundfenster eingebaut. In die bis dahin gerade Altarwand wurde eine Absis eingebaut, die mit den Bildnissen der vier Evangelisten ausgemalt wurden. An die Chorraumdecke brachte man ein Gemälde von dem Auferstandenen.

Die Logen bekamen bunte Glasfenster, die von dem Kirchvorsteher Adolph Gontard gestiftet wurden. Außerdem wurden die Wappen der Familien Gontard / Lutheroth und Kabitzsch in Gips und Kunststein angebracht.

Der Altar bekam einen Aufsatz und die Empore Klappsitze. Im Zuge dieser Bauarbeiten erhielt die Kirche eine neue Orgel.

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1919 kamen endlich die Renovierungsarbeiten zum Abschluss, die sich aufgrund des ersten Weltkrieges lange hingezogen hatten. Es war eine Schwammsanierung notwendig gewesen. Zudem erklärte man die Malereien in der Apsis für minderwertig, überstrich sie blau und brachte goldene Stuck-Sternchen an.

1926 wurde der gesamte Außenputz erneuert. Auf der bei dieser Gelegenheit entstandenen Aufnahme ist deutlich erkennbar, wo sich die alten Rundbogenfenster des Chorraumes und die ehemaligen Eingänge befanden. 

(Bild S. 4) 

 

Seit 1926 trägt die Mockauer Kirche den Namen des Märtyrers Stephanus.

1948/49 verschwand der blaue Sternenhimmel aus der Apsis und wich einem rosa Anstrich im Chorraum und an der Schiffdecke. Die übrigen Wände wurden elfenbeinfarben gestrichen. 

1965 wurde eine Gasheizung eingebaut.

1966 bekamen die Mockauer eine elektrische Läuteanlage.

1969 begann eine weitere Renovierung. Holzschwamm und Holzwurm haten um sich gegriffen. Ihnen war neben einigen Bänken und Trennwänden der Altartisch zum Opfer gefallen.

1970 wurden Schiff- und Turmdach neu gedeckt. 

Am 19.9.1971 fand der Einweihungsgottesdienst statt, bei dem auch der vom Kirchvorsteher und Tischlermeister Klaus Mische gebaute und vom Kirchenchor gespendete neue Altartisch in den Dienst genommen wurde.

1989 wurde die alte Sakristei wegen Baufälligkeit abgerissen. Es entstand ein neuer, größerer Anbau, der von der Gemeinde vielfältig genutzt wird.

1994 baue man eine elektrische Bankheizung ein.

Ende der 90er Jahre wurde  die Turmbekrönung, bestehend aus zwei Kugeln mit je einer Wetterfahne, erneuert. 

 

 

 

Herrnhuter Losungen

Mittwoch, 20. September 2017
Es kommt die Zeit, da werde ich meinen Geist ausgießen über alle Menschen.
Petrus sprach: Da Jesus nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr seht und hört.

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